Vor über 100 Jahren wurde in Darmstadt ein extrem progressives Kammermusikfest gegründet. Anwesend waren auch Komponisten wie Saint-Säens und Reger, mit denen ihre Werke gemeinsam erarbeitet und aufgeführt wurden. NEULAND, das auf Initiative des aus Darmstadt stammenden Cellisten Isang Enders und Dr. Annette Semrau entstand, greift dieses historische Vorbild von 1908 auf.
Drei Kernideen, die wir ins Heute tragen wollen, sind uns wichtig: 01 Kammermusik entsteht vor Ort in Darmstadt mit internationalen Künstler*innen. 02 Musik lebender Komponist*innen wird gespielt und sie spielen selbst. 03 Es gibt programmatisches Neuland zu entdecken!
Wir möchten Sie und Dich vom 22. bis 26. April zu insgesamt acht Konzerten in die Orangerie, das Landesmuseum, die Petruskirche und die Stadtkirche einladen. Die Künstler*innen kommen aus der ganzen Welt und sind uns durch Freundschaft verbunden. Mit Alexi Kenney, Simon Höfele, dem Sitkovetsky Trio, Liisa Randalu, Sean Shibe, Julian Bliss, Yeree Suh und ganz vielen anderen – auch aus der Stadt – wird eine faszinierende Dichte an internationalen Musiker*innen der Klassik bei uns vereint. Mit Kit Armstrong als „Composer in residence“ stößt eines der größten Multitalente am Klavier und an der Orgel zur NEULAND-Familie.
Neu und besonders ist unsere Kooperation mit dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Ein Wandelkonzert wird die Ausstellung neu erleben lassen. Für die ganz Jungen wird der als TV-Moderator bekannte Malte Arkona in der Orangerie die „Gruseligen Bilder einer Ausstellung“ präsentieren.
Ans Herz legen möchten wir Ihnen und Euch den FESTIVALPASS als Zugang zu allen Veranstaltungen! Ermäßigungen gelten unter anderem auch für Schutzsuchende und Alleinerziehende.
Wir freuen uns (wieder) auf Sie und Euch bei NEULAND 2026!
Dr. Annette Semrau & Isang Enders
Online über den jeweiligen
„Tickets“-Button
Telefonisch unter 06151/6294610
(Mo-Sa: 9-20 Uhr, So: 10-15 Uhr)
an zahlreichen Vorverkaufsstellen
in Darmstadt und Umgebung
An der Tages- bzw. Abendkasse
ab eine Stunde vor Konzertbeginn
mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Kit Armstrong und Ludwig van Beethoven
EUR 40 / 25 | erm. EUR 20 / 12,5
mit Werken von Paul Wiancko, Luciano Berio, Johanna Senfter, John Dowland, Olivier Messiaen und Pēteris Vasks
EUR 30 | erm. EUR 15
Musikalisch-spielerischer Nachmittag mit dem TV-Moderator Malte Arkona mit Ausschnitten aus den „Bildern einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski für Klavier zu vier Händen.
Für Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren. Dauer ca. 60 min.
EUR 10 | erm. EUR 5
Der Violinist Alexi Kenney verfolgt eine außergewöhnlich vielseitige Karriere jenseits fester Kategorien. Er verbindet die Gestaltung experimenteller Programme und die Entwicklung neuer Werke mit einer internationalen Tätigkeit als Solist bei führenden Orchestern sowie der Zusammenarbeit mit renommierten Künstlern. Für seine Arbeit wurde er mit dem Avery Fisher Career Grant und dem Borletti-Buitoni Trust Award ausgezeichnet.
In den vergangenen Spielzeiten war Kenney unter anderem mit bedeutenden Orchestern in Europa und den USA zu erleben und trat in renommierten Konzertsälen und Festivalreihen auf. Neben seiner solistischen Tätigkeit entwickelt er das Multimedia-Projekt Shifting Ground kontinuierlich weiter. Ein weiterer Schwerpunkt seines Schaffens liegt im historischen Spiel auf Originalinstrumenten, zuletzt dokumentiert durch die Gesamtaufführung der Schumann-Violinsonaten auf Darmsaiten. Die Kammermusik nimmt einen zentralen Platz ein; Kenney ist Gründungsmitglied des Ensembles Owls. Geboren 1994 in Palo Alto, studierte er am New England Conservatory in Boston.
Als „brandneuen Weltstar“ feierte die dänische Jyllandsposten bereits 2003 die damals 16-jährige Geigerin Suyoen Kim. Internationale Aufmerksamkeit erregte sie auch mit ihrer Aufnahme von Hartmanns Concerto funèbre, die BBC Radio 3 als beste verfügbare Einspielung empfahl.
1987 in Münster geboren, begann Suyoen Kim im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenspiel. Mit neun wurde sie jüngste Jungstudentin Deutschlands an der Musikhochschule Münster, wo sie bei Helge Slaatto studierte und ihr Diplom ablegte. Weitere prägende Studien führten sie u. a. zu Ana Chumachenco nach München sowie an die Kronberg Academy; wichtige künstlerische Impulse erhielt sie zudem durch Meisterkurse und die International Music Academy Switzerland auf Einladung Seiji Ozawas.
Als Solistin konzertierte sie mit renommierten Orchestern in Europa, Asien und Südamerika und ist Preisträgerin bedeutender internationaler Violinwettbewerbe, darunter in Augsburg, Hannover und Brüssel. Seit 2018 ist Suyoen Kim Erste Konzertmeisterin des Konzerthausorchesters Berlin und seit 2019 Mitglied des Artemis Quartetts.
Alexander Sitkovetsky wurde in Moskau in eine traditionsreiche Musikerfamilie geboren und gab bereits im Alter von acht Jahren sein Konzertdebüt. Noch im selben Jahr begann er sein Studium an der Yehudi Menuhin School, der er bis heute als Associate Artist verbunden ist; prägend wirkte dort insbesondere die enge Zusammenarbeit mit Lord Menuhin.
Als Solist ist Sitkovetsky international gefragt und tritt regelmäßig mit renommierten Orchestern in Europa und Asien auf. 2011 gewann er gemeinsam mit der Pianistin Wu Qian den 1. Preis beim Trio di Trieste Duo-Wettbewerb, was zu einer internationalen Konzerttätigkeit führte, unter anderem mit einem Auftritt in der Carnegie Hall.
Neben seiner solistischen Arbeit ist Alexander Sitkovetsky ein gefragter Dirigent. Seit der Saison 2023/24 ist er künstlerischer Leiter des NFM Leopoldinum-Orchesters in Warschau, mit dem er regelmäßig auf Tournee geht. Einen besonderen Schwerpunkt bildet zudem die Kammermusik: Er ist Mitglied des preisgekrönten Sitkovetsky Piano Trios sowie des Julia Fischer Quartetts. Seine Ausbildung erhielt er u. a. an der Royal Academy of Music in London und der Kronberg Academy.
Daniel Cohen ist seit 2018 Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt; seine Amtszeit wurde bis zur Saison 2026/27 verlängert. In der Spielzeit 2025/26 gibt er internationale Debüts unter anderem an der English National Opera, am New National Theatre Tokyo sowie bei führenden Orchestern in Winterthur und Stuttgart und kehrt zu den Israelischen Philharmonikern und den Münchner Symphonikern zurück.
Enge künstlerische Beziehungen verbinden ihn mit den Berliner Opernhäusern: Nach seiner Tätigkeit als Kapellmeister an der Deutschen Oper Berlin debütierte er an der Staatsoper Unter den Linden und ist dort regelmäßig zu Gast. Auch im symphonischen Repertoire arbeitet Cohen mit renommierten Orchestern in Europa, den USA und Israel.
Ein besonderer Schwerpunkt seines Wirkens gilt der zeitgenössischen Musik, geprägt durch seine Assistenz bei Pierre Boulez am Lucerne Festival. Ausgebildet an der Royal Academy of Music London, war Cohen langjähriger Geiger im West-Eastern Divan Orchestra sowie Assistent von Daniel Barenboim und Fellow bei der Los Angeles Philharmonic und am Tanglewood Music Festival.
Tomoko Akasaka ist eine international geschätzte Bratschistin, die sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin für ihre außergewöhnliche Klanggestaltung, Ausdruckskraft und Bühnenpräsenz bekannt ist. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter des 3. Preises beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München.
Als Solistin konzertierte sie mit renommierten Orchestern in Europa und Asien und arbeitete kammermusikalisch mit bedeutenden Persönlichkeiten und führenden Ensembles zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens liegt in der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, darunter György Kurtág und Toshio Hosokawa. Für ihre Rezitale in Europa und Japan erhielt sie zuletzt großes Kritikerlob; eine Konzertreihe in Tokio wurde landesweit im japanischen Fernsehen übertragen.
Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Akasaka eine engagierte Pädagogin, regelmäßig als Jurorin internationaler Wettbewerbe tätig. Sie studierte am Conservatoire de Genève und ist seit 2019 Professorin für Viola an der Musikhochschule Münster.
Liisa Randalu, geboren in Tallinn und in Karlsruhe aufgewachsen, studierte zunächst Violine, bevor sie sich der Viola zuwandte und ihre Ausbildung in Frankfurt am Main und Berlin fortsetzte. Ergänzende Studien in Kammermusik führten sie nach Köln und Madrid. Sie war Stipendiatin mehrerer renommierter Förderinstitutionen und wurde als Solistin und Kammermusikerin bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet.
Bis 2022 war Randalu fast ein Jahrzehnt Mitglied des international gefeierten Schumann Quartetts, mit dem sie weltweit bei führenden Festivals und in bedeutenden Konzertsälen auftrat. Seit 2022 ist sie Solo-Bratschistin des hr-Sinfonieorchesters. Darüber hinaus pflegt sie eine intensive kammermusikalische Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern und ist regelmäßig bei renommierten Festivals zu Gast.
Neben ihrer Konzerttätigkeit engagiert sich Liisa Randalu pädagogisch und unterrichtet seit mehreren Jahren an Musikhochschulen und Akademien in Deutschland und Estland.
Der Cellist Isang Enders hat sich mit eigenständigen künstlerischen Konzeptionen und großer interpretatorischer Neugier international profiliert. Seine frühe Einspielung der Cellosuiten Johann Sebastian Bachs wurde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für ihr außergewöhnliches technisches Können und ihre Reife ausdrücklich gelobt.
Enders konzertiert weltweit und präsentiert ein breites Repertoire sowohl als Solist als auch als leidenschaftlicher Kammermusiker. Seit mehreren Jahren ist er Mitglied des Sitkovetsky Trios und gehört zudem dem traditionsreichen Gewandhaus-Quartett an.
Geboren 1988 in Frankfurt am Main und in Darmstadt aufgewachsen, erhielt er früh seine musikalische Ausbildung und wurde von prägenden Mentoren begleitet. Mit 20 Jahren übernahm er die Position des Ersten Konzertmeisters der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden, wo er unter bedeutenden Dirigenten entscheidende künstlerische Erfahrungen sammelte. Nach einer Lehrtätigkeit in Frankfurt widmet sich Enders heute seiner solistischen Laufbahn und lebt in Berlin, wo er auch pädagogisch tätig ist.
Die schwedische Cellistin Kristina Winiarski verfolgt eine vielseitige internationale Karriere als Solistin, Kammermusikerin und gefragte Gast-Stimmführerin in europäischen Ensembles. Bereits mit 16 Jahren gab sie ihr professionelles Solodebüt mit dem National Symphony Orchestra in Washington, D.C., seither konzertiert sie weltweit mit renommierten Orchestern.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Kammermusik: Winiarski ist regelmäßig bei namhaften Festivals in Skandinavien und ganz Europa zu Gast und unternahm Konzertreisen nach Mexiko und Indien. Für ihr künstlerisches Schaffen wurde sie unter anderem mit dem Firmenich-Preis beim Verbier Festival sowie mit einer Goldmedaille beim schwedischen Wettbewerb „Young & Promising“ ausgezeichnet.
Ihre musikalische Ausbildung wurde von prägenden Mentoren in Stockholm, Zagreb und Paris begleitet und durch internationale Meisterkurse ergänzt. Neben ihrer Konzerttätigkeit engagiert sich Kristina Winiarski intensiv pädagogisch, unterrichtete an renommierten Akademien und arbeitete als Coach für Nachwuchsorchester. Seit dem Frühjahr 2026 lehrt sie Kammermusik am Julius-Stern-Institut in Berlin.
Der Kontrabassist Will Duerden zählt zu den gefragtesten Musikern seiner Generation und verfolgt eine international ausgerichtete Karriere als Solist, Kammermusiker und Orchestermusiker. Aus einer Musikerfamilie stammend, begann er früh mit dem Kontrabassspiel und erhielt bereits im Kindesalter ein Vollstipendium an der Yehudi Menuhin School. Seine Ausbildung setzte er am Royal College of Music fort und absolviert derzeit ein Masterstudium in London.
Duerden ist leidenschaftlicher Kammermusiker und arbeitet regelmäßig mit renommierten Künstlern und Ensembles zusammen. Er ist Mitglied der LGT Young Soloists sowie des Young Classical Artists Trust, der seine internationale Laufbahn maßgeblich unterstützt. Als Preisträger bedeutender Wettbewerbe tritt er solistisch mit Orchestern auf und ist zugleich als führender Orchestermusiker in Europa gefragt.
Derzeit absolviert er sein Probejahr als stellvertretender Solobassist beim Royal Philharmonic Orchestra. Ein besonderer Schwerpunkt seines künstlerischen Profils liegt auf zeitgenössischer Musik, die er mit großer persönlicher Hingabe pflegt.
Julian Bliss zählt zu den weltweit führenden Klarinettisten und begeistert als Solist, Kammermusiker, in Solokonzerten und als Jazzkünstler. Bereits im Kindesalter begann er seine außergewöhnliche Laufbahn, studierte in den USA und in Deutschland und wurde mit gerade einmal zwölf Jahren professioneller Musiker.
Seine stilistische Bandbreite reicht von klassischem Repertoire bis zum Jazz, was ihn zu einem gefragten Künstler auf den bedeutendsten internationalen Bühnen macht. Bliss gastierte bei renommierten Festivals und in führenden Konzertsälen weltweit und trat als Solist mit namhaften Orchestern in Europa, Amerika und Australien auf.
2010 gründete er das Julian Bliss Septet, das sich von der Musik Benny Goodmans und George Gershwins inspirieren lässt und international große Erfolge feiert. Die gefeierte Einspielung I Got Rhythm unterstreicht seine besondere Affinität zum Jazz. Neben seiner Konzerttätigkeit engagiert sich Julian Bliss intensiv in der Nachwuchsförderung und gibt regelmäßig Meisterkurse.
Hans-Jürgen Höfele stammt aus Karlsruhe, besuchte dort das Musikgymnasium und studierte anschließend Fagott bei Prof. Karl-Otto Hartmann an der Hochschule für Musik in Freiburg i. Br., wo er auch intensiv Kammermusikunterricht bei Prof. Dieter Klöcker erhielt.
Nach einer ersten Anstellung am Stadttheater Freiburg wechselte er 1991 als erster Fagottist an das Staatsorchester Darmstadt. Er ist Preisträger des Deutschen Hochschulwettbewerbs (Trio d’Anches) und des Internationalen Kammermusikwettbewerbs in Martigny (mit dem Bläsersextett Deutschen Kammerharmonie).
Hans-Jürgen Höfele unterrichtet seit 2001 an der Akademie für Tonkunst Fagott. Neben seiner Arbeit bei den Orchesterbläsern verschiedener Orchester betreut er auch zahlreiche Kammermusikeinstudierungen.
Hans-Jürgen Höfele ist Mitglied der Darmstädter Barocksolisten, wo er auch auf dem Barockfagott zu hören ist.
Simon Höfele ist Preisträger des OPUS Klassik 2020 und hat sich rasch als einer der international profiliertesten Trompeter seiner Generation etabliert. Als Solist trat er mit renommierten Orchestern in Europa und Asien auf. Neben dem klassischen Repertoire widmet er sich mit besonderer Leidenschaft der zeitgenössischen Musik und brachte mehrere für ihn komponierte Werke zur Uraufführung, darunter Konzerte von Miroslav Srnka.
Auch als Kammermusiker ist Höfele in unterschiedlichsten Besetzungen aktiv und arbeitet regelmäßig mit namhaften Pianist:innen und Komponist:innen zusammen.
Als Exklusivkünstler bei Berlin Classics veröffentlichte er mehrfach hochgelobte Einspielungen, darunter das Album Nobody Knows mit dem BBC Symphony Orchestra sowie No Clouds in Haraz, das stilübergreifende musikalische Ansätze verbindet. Ergänzend zu seiner Konzerttätigkeit engagiert sich Simon Höfele in der Musikvermittlung und ist seit 2023 Gastgeber des WDR3-Podcasts Klassik Crush.
Ole Heiland, 1997 in Darmstadt geboren, erhielt im Alter von sechs Jahren seinen ersten Tubaunterricht und studierte ab 2015 an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Er ist mehrfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe und war Mitglied bedeutender Nachwuchsorchester in Deutschland und den USA.
Von 2018 bis 2020 gehörte er der Mendelssohn-Orchesterakademie des Gewandhausorchesters Leipzig an und war anschließend weitere zwei Jahre im Gewandhausorchester engagiert, wo er auch kammermusikalisch, unter anderem im Gewandhaus Brass Quintett, hervortrat. Zudem spielte er mit renommierten Orchestern wie dem Boston Symphony Orchestra und dem MDR-Sinfonieorchester.
Neben seiner klassischen Laufbahn widmet sich Ole Heiland seit früher Jugend intensiv dem Jazz und genreübergreifenden Projekten. Mit seiner Jazzformation The Basstubation erhielt er 2013 das Stipendium des Darmstädter Musikpreises, außerdem war er mehrere Jahre Mitglied im Jazzensemble des Hessischen Rundfunks. Seit August 2022 ist Ole Heiland Tubist im hr-Sinfonieorchester Frankfurt.
Seit seinem internationalen Durchbruch fasziniert Kit Armstrong die Musikwelt als außergewöhnlich vielseitiger Pianist mit eigener künstlerischer Handschrift. Die New York Times feierte ihn als „brillanten Pianisten“, der musikalische Reife mit jugendlicher Kühnheit verbindet. Seine intensive Beschäftigung mit Musik steht in engem Dialog mit anderen Künsten sowie mit Naturwissenschaften und Mathematik.
Große Beachtung fand sein selbst konzipierter Zyklus über 500 Jahre Klaviermusik, den er bei renommierten Festivals präsentierte. Armstrong arbeitete mit bedeutenden Dirigenten und führenden Orchestern zusammen und pflegt als leidenschaftlicher Kammermusiker enge Partnerschaften mit namhaften Sänger*innen und Ensembles. Seine Einspielungen, darunter ein preisgekröntes Debütalbum bei der Deutschen Grammophon, wurden international hoch gelobt.
Geboren 1992 in Los Angeles, studierte Armstrong an führenden Musikhochschulen und absolvierte parallel Studien in Komposition, Physik und Mathematik. 2012 erwarb er im nordfranzösischen Städtchen Hirson eine Kirche, die er in ein kulturelles Zentrum verwandelte, das regelmäßig Konzerte und interdisziplinäre Projekte realisiert.
Juho Pohjonen gilt als einer der spannendsten Pianisten Finnlands und ist für seine sensiblen Interpretationen skandinavischer Musik ebenso bekannt wie für ein breit gefächertes Repertoire von Bach bis Salonen. Nach seinem Abschluss an der Sibelius-Akademie wurde er von Sir András Schiff als Stipendiat des Klavier-Festivals Ruhr ausgewählt.
Als Solist trat er mit bedeutenden Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, dem San Francisco Symphony, dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem Philharmonia Orchestra London auf. Als Kammermusiker verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit der Chamber Music Society of Lincoln Center, außerdem ist er Gründungsmitglied des Sibelius Piano Trio. Er gastiert regelmäßig bei internationalen Festivals und gab Rezitale in renommierten Konzertsälen wie der Carnegie Hall, dem Kennedy Center und der Wigmore Hall.
Seine Aufnahmen, darunter Visionaries of the Keyboard, zeigen seine stilistische Bandbreite. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit entwickelte Pohjonen „MyPianist“, eine KI-gesteuerte App für interaktive Klavierbegleitung, die sein Interesse an Technologie und Innovation unterstreicht.
Wu Qian wurde in Shanghai geboren und erhielt ihre erste musikalische Ausbildung dort, bevor sie an die Yehudi Menuhin School wechselte. Bereits mit fünfzehn Jahren spielte sie Mozarts Es-Dur-Konzert in der Queen Elizabeth Hall und beim Menuhin-Festival in der Schweiz. 2000 gab sie ihr London-Debüt im Purcell Room der South Bank, wo sie seither mehrfach auftrat, darunter ein von BBC Radio 3 übertragenes Rezital.
Wu Qian konzertiert regelmäßig in Europa und ist in renommierten Sälen und Festivals im Vereinigten Königreich zu hören. Ihre Debütaufnahme mit Werken von Schumann, Liszt und Alexander Prior wurde 2009 international gelobt, und im selben Jahr vertrat sie China beim Europalia-Festival, wo sie Chopins 2. Klavierkonzert mit den Brüsseler Philharmonikern spielte.
2011 gewann sie mit Alexander Sitkovetsky den 1. Preis beim Trio di Trieste Duo Competition und gründete mit ihm das Sitkovetsky Trio, das auf bedeutenden Bühnen und Festivals in Europa gastiert und mehrere Preise erhielt.
Wu Qian wird von der Keyboard Charitable Trust unterstützt.
Jack Hancher ist einer der führenden Nachwuchskünstler der klassischen Gitarre. Im Jahr 2022 gewann er die renommierte Goldmedaille des Royal Overseas League Competition in der Londoner Wigmore Hall, darüber hinaus erhielt er u. a. den ersten Preis beim Zagreb Guitar Festival Competition und beim Plovdiv GuitArt Festival Competition.
2025 gab Jack Hancher seine ersten Konzerte in den USA, darunter in New York City, wo er die amerikanischen Premieren der Kompositionen von Dani Howard und Laura Snowden aufführte. Beide Werke sind auf seinem Debütalbum „The Memory Garden“ beim Label Deux-Elles veröffentlicht, das Musik englischer Komponisten enthält und von der Kritik hoch gelobt wurde.
Zu den Höhepunkten des Jahres 2026 zählen sein Debüt mit dem Royal Philharmonic Orchestra, seine erste Australien-Tournee sowie die Veröffentlichung seines zweiten Albums, das eigene Arrangements von Klavierwerken von Debussy, Ravel und Satie sowie Musik für Gitarre von Falla und José enthält.
Jack Hancher hat Meisterkurse an Konservatorien in ganz Europa gegeben, darunter am Royal College of Music in London und am Royal Welsh College of Music and Drama in Cardiff.
Frank Assmann wuchs im Westerwald auf und erhielt eine Schlagzeugausbildung am Landesmusikgymnasium bei Walter Reiter. Nach dem Abitur studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen bei Prof. Franz Lang. Er absolvierte einjährige Praktika bei der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg.
Von 2008 bis 2010 spielte Frank Assmann als Stipendiat der Herbert von Karajan Akademie bei den Berliner Philharmonikern. Es folgten drei Jahre als Schlagzeuger am Nationaltheater Mannheim.
Seit 2015 ist Frank Assmann 1. Solo-Pauker im Staatsorchester Darmstadt. Er gastiert regelmäßig z. B. beim Gürzenich Orchester Köln, dem hr-Sinfonieorchester, der Oper Frankfurt oder bei den Berliner Philharmonikern.
Die koreanische Sopranistin Yeree Suh, Professorin für Gesang und Neue Musik an der HMDK Stuttgart, wird für ihre leuchtende Klarheit und feine Ausdruckskontrolle geschätzt. Ihre Kunst verbindet Alte und Neue Musik mit seltener stilistischer Sicherheit und emotionaler Transparenz. Nach ihrem Debüt als Ninfa in Monteverdis L’Orfeo unter René Jacobs bei den Innsbrucker Festwochen etablierte sie sich schnell international und gastierte an renommierten Opern- und Festivalbühnen.
Als herausragende Interpretin der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts arbeitete sie mit bedeutenden Komponisten und Dirigenten zusammen und ist regelmäßig bei führenden Orchestern zu erleben. Ihre Auftritte werden für Präzision, Intensität und poetische Sensibilität gefeiert. Zu ihren jüngsten Höhepunkten zählen Ligetis Requiem, Nonos Il canto sospeso, Rihms Drei Frauen, Hosokawas Klage sowie Brahms’ Ein deutsches Requiem mit dem Chicago Symphony Orchestra.
Suh studierte in Seoul, Berlin und Basel und vereint historisch informierte Aufführungspraxis mit einem kompromisslosen Engagement für zeitgenössische Musik, was sie zu einer inspirierenden Persönlichkeit für Publikum und junge Sänger macht.
Seit seiner Gründung 1995 hat sich das Vocalensemble Darmstadt einen festen Platz in der Rhein-Main-Region erarbeitet. Das Ensemble besteht aus rund 30 erfahrenen Sängerinnen und Sängern, die projektweise arbeiten und ihr Repertoire in Probenwochenenden erarbeiten. Einzelstimmbildung ist dabei ein wichtiger Bestandteil der Arbeit, ebenso wie Eigenverantwortung und hohe musikalische Selbstständigkeit. Klangliche Homogenität, Intonation und Artikulation werden regelmäßig von der Presse hervorgehoben.
Das Ensemble ist der Innenstadtgemeinde St. Ludwig Darmstadt verbunden; den musikalischen Leiter stellt der Regionalkantor, aktuell Jorin Sandau, zuvor Andreas Boltz. Das Vocalensemble präsentiert wechselweise große Oratorien mit Originalklang-Orchestern sowie A-cappella-Programme von Schütz über Bach bis hin zu Bruckner und Poulenc und geht neugierig auch an zeitgenössische Musik heran, inklusive Uraufführungen. Gastauftritte in Kirchen der Region, Mitwirkungen an Projekten des Staatstheaters und ökumenische Gottesdienste erweitern den Wirkungskreis des Chores.
Unterstützt wird das Ensemble vom Förderverein Vocalensemble Darmstadt e. V.
Jorin Sandau studierte Kirchenmusik A, historische Aufführungspraxis und künstlerisches Orgelspiel in Frankfurt sowie im Austausch in Amsterdam. Seine Ausbildung ergänzte er durch Kurse bei renommierten Organisten und Kammermusikern.
Nach Stationen als Kirchenmusikassistent in Bensheim ist er seit 2011 Regionalkantor an der Innenstadtkirche St. Ludwig in Darmstadt, wo er unter anderem einen Kinderchor und einen Chor junger Erwachsener gründete. Mit dem Vocalensemble Darmstadt gestaltet er regelmäßig anspruchsvolle Chorkonzerte und begleitet dabei sowohl Oratorien als auch A-cappella-Programme.
Als Organist pflegt er ein breites Repertoire aller Epochen und tritt deutschlandweit in Gottesdiensten und Konzerten auf. In der C-Ausbildung unterrichtet er Musiktheorie, Orgel, Chorleitung und Popularmusik und war als Arrangeur an der Publikation eines Bandbuchs zum neuen Gotteslob beteiligt. Zudem arbeitet er als Kammermusiker mit Künstlern wie Klaus Mertens und Isang Enders.
Seit dem Wintersemester 2025/26 lehrt er Orgelimprovisation an der HfMDK Frankfurt.
Malte Arkona, dreifacher ECHO Klassik-Preisträger, zählt zu den gefragtesten Musikvermittlern im deutschsprachigen Raum. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt ihn als „frech, charismatisch, klassikbegeistert“. Ein breites Publikum kennt ihn als TV-Moderator, Schauspieler und Synchronsprecher, u. a. aus dem „Tigerenten Club“, „Die beste Klasse Deutschlands“ sowie der Serie „Modern Family“. Er moderiert große Musikveranstaltungen wie Opernball, Filmmusik-Galas und Open-Air-Konzerte vor zehntausenden Zuschauern und begleitet auch kammermusikalische Formate, etwa mit dem Boulanger Trio in der Elbphilharmonie.
In der Saison 2025/26 setzt er seine Zusammenarbeit mit führenden Orchestern wie dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig und den Münchner Philharmonikern fort und ist bei bedeutenden Festivals und Spielstätten zu Gast.
Seit 2020 arbeitet er exklusiv mit Berlin Classics, veröffentlicht Hörspiele und musikalische Vermittlungsformate wie „Malte & Mezzo“, in denen er klassische Werke mit eigenen Texten lebendig macht. Zudem lehrt er seit 2022 Moderation für Musiker*innen an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
Orangerie
1 min.
Orangerie
Barrierefrei
Am Kapellenberg 3 | 64285 Darmstadt
Orangerie
2 min.
Orangerie
Barrierefrei
3 min.
Barrierefrei
2 min.
Barrierefrei
Rachel Fenlon is a soprano and pianist with a distinct voice on the international classical music stage.
Rachel is renowned for her self-accompanied song recitals, performing as both singer and pianist. Her debut album, Winterreise, released in October 2024, received widespread critical acclaim. It was named Album of the Week by CBC Canada and BBC Radio 3, and Album of the Month by Classic 106 FM. Hailed as “an outstanding new record…Winterreise as it has never been recorded before. It is extraordinary.” (CBC/Record of the Week), BBC Radio 3 „In Concert“ called it “an extraordinary debut…spellbinding,” and the album earned multiple five-star reviews from La Scena Musicale and Opera Wire. Remarkably, Rachel’s Winterreise is the first-ever self-accompanied recording of the work.
In the 2024/25 season, Rachel tours Winterreise and performs self-accompanied recitals across Europe, Canada, the UK, and Brazil. Notable engagements include performances at Virtuosi Festival Brazil, Vancouver Recital Society, Music Toronto, Algarve Music Series Portugal, Temppeliaukio Helsinki, Salle Bourgie Montréal, Bechstein Hall London, Domaine Forget, and Konzerthaus Berlin. She makes her U.S. debut in March 2025 in a solo showcase at SXSW Festival in Austin, Texas.
Die beiden Schwestern Vanessa und Jessica Porter kamen schon früh durch ihren Vater, selbst Berufsmusiker, mit Musik und speziell
der unendlichen Welt der Percussion-Instrumente in Berührung. Als Duo formierten sie sich aber erst 2009 für den Nachwuchswettbewerb „Jugend musiziert“, wo sie den ersten Bundespreis und weitere Sonderpreise erhielten. 2016 gewann das Duo den 1. Preis des PercussiveArtsWebContest der PAS Italy und wurde mit dem Radio-Kulturnachtpreis Ulm/Neu-Ulm ausgezeichnet.
Das Porter Percussion Duo hat sich ein vielfältiges Repertoire erarbeitet und kann Programme mit unterschiedlichen Schwerpunkten
anbieten. Dabei kontrastieren die Schwestern häufig moderne Werke, die für das Duo eine große Rolle spielen, mit Bearbeitungen
klassischer Literatur z. B. von J. S. Bach, Claude Debussy oder Astor Piazzolla. Live-Elektronik und Improvisation haben sich längst zu unverzichtbaren Stilmitteln entwickelt, ebenso die szenische und musiktheatralische Gestaltung ihrer Auftritte.
Unabhängig von Genres werden ihre Konzerte so zu einem Erlebnis für alle Sinne. Experimentelles oder Klassik, Minimal Music oder Unterhaltungsmusik – die beiden Musikerinnen überzeugen durch klangliche Tiefe, Ausdruck und Virtuosität. Mit optisch beeindruckendem Instrumentarium aus Trommeln, Becken und Gongs aus aller Welt, Marimba- und Vibraphone sowie zweckentfremdeten Alltagsgegenständen begeistern sie ihr Publikum immer wieder aufs Neue.
Das Duo tourte bereits in Europa, Amerika sowie Asien und ist auf zahlreichen Festivals und in großen Häusern zu Gast. Auch als Pädagoginnen sind die beiden Schwestern sehr gefragt und regelmäßig u. a. in den Landesakademien für Musik in Weikersheim und Ochsenhausen als Dozentinnen zu Gast.
Im Juli 2019 erschien ihr Debütalbum „Dancefloor“. Beide Schwestern leben und arbeiten im süddeutschen Raum.
Paul Buchberger wurde 2001 in Frankfurt am Main als Teil einer Musikerfamilie geboren. Er kam zur Musik übers Klavier und begann mit dem Schlagzeugspielen 2014 am Frankfurter Konservatorium.
Durch seine Erfahrungen in Jugendorchestern wie dem Bundesjugendorchester und dem Landesjugendsinfonieorchester Hessen
entschied er sich dazu Schlagzeug zu studieren.
2019 wurde er Jungstudent der Hochschule in Frankfurt (HfMDK) und schloss seinen Bachelor 2023 in Zürich an der Zürcher Hochschule der Künste ab. Neben Erlebnissen in der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Gustav Mahler Jugendorchester und einigen Aushilfstätigkeiten konnte er von 2023 bis 2025 professionelle Erfahrungen im Orchesterspiel in der Akademie des Hr-Sinfonieorchesters sammeln. Auf die Saison 2025/26 beginnt er als Solo-Pauker der Dresdner Philharmonie.
Robert Crowe ist ein männlicher Sopran mit dreißigjähriger Erfahrung, mit über 90 Opern- und Oratorienrollen sowie 6 Solo- und Duo-CDs, und ist der erste seines Fachs in der Geschichte, der zum nationalen Gewinner des Metropolitan Opera Competitions ernannt wurde.
Er ist als Solist in Europa, Nordamerika und Indien, u.a., bei allen drei deutschen Händel-Festspielen, am Lincoln Center, am Kennedy Center, Staatsoper unter den Linden, Bayerische Staatsoper, Nationaltheater Mannheim, Teatro Massimo, Het Concertgebouw Amsterdam, Staatstheater Darmstadt und viele mehr gewesen.
Er schloss 2017 seinen Doktor der Philosophie (historische Musikwissenschaft) an der Boston University ab (Doktorvater Joshua Rifkin) und hat sowohl wissenschaftliche Artikel als auch kritische Ausgaben veröffentlicht.
2019 wurden er und Joachim Enders für ihr CD-Projekt „The Romantic Castrato“, das 2020 auf dem Label Toccata (London) erschien, mit dem renommierten Noah Greenberg Award der American Musicological Society ausgezeichnet. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals für Alte Musik in Aalen.
Das TonArt Ensemble Darmstadt fand zusammen aus Anlass des 150. Geburtstags von Arnold Schönberg im Jahr 2024. In der Stadtkirche Darmstadt fand aus diesem Anlass im vergangenen November eine mehrstündige Retrospektive auf das Schaffen des großen Komponisten statt. Das TonArt Ensemble widmete sich an diesem Abend dem Pierrot Lunaire und Schönbergs Walzerbearbeitungen nach Johann Strauß.
Die Mitglieder kommen aus der Region, sind teils freischaffend tätig oder gehören renommierten Orchestern an wie dem Staatsorchester Darmstadt und dem Museumsorchester Frankfurt.
Das Ensemble steht unter der Leitung von Christian Roß, dem Kantor und Organisten der Stadtkirche Darmstadt.
Der Kontrabassist Will Duerden hat sich zu einem der gefragtesten Künstler seiner Generation entwickelt. Er ist ein gefragter Solist, Kammermusiker und Orchesterleiter und seine wachsende internationale Karriere erstreckt sich über vier Kontinente.
Will, der aus einer musikalischen Familie stammt, begann im Alter von sieben Jahren mit dem Kontrabassspiel. Zwei Jahre später erhielt er ein Vollstipendium an der Yehudi Menuhin School, wo er von Caroline Emery unterrichtet wurde. Sein Studium setzte Will am Royal College of Music bei Caroline Emery fort, derzeit absolviert er einen Masterstudiengang bei Rodrigo Moro Martin.
Parallel verfolgt Will eine aktive Karriere in verschiedenen musikalischen Bereichen. Als begeisterter Kammermusiker hat er mit namhaften Künstlern wie Lawrence Power, dem Sitkovetsky Trio und dem Echea Quartet zusammengearbeitet. Will ist Mitglied der LGT Young Soloists, außerdem im renommierten Young Classical Artists Trust (YCAT). Neben dem künstlerischen Management bietet der Trust Auftrittsmöglichkeiten im Vereinigten Königreich und im Ausland sowie vielseitige Unterstützung und Förderung.
Will Duerden ist erster Preisträger bedeutender Wettbewerbe und tritt als Solist mit Orchester auf. Darüber hinaus hat er sich als führender Orchestermusiker hervorgetan und tritt regelmäßig mit den Göteborger Symphonikern, dem Oslo Philharmonic Orchestra, der Amsterdam Sinfonietta, dem Aurora Orchestra und der Royal Northern Sinfonia auf. Zurzeit absolviert Will sein Probejahr als Stellvertretender Solobassist beim Royal Philharmonic Orchestra.
Eine besondere Leidenschaft Wills gilt der Neuen Musik. So erhielt er vom Bassisten und Komponisten Edgar Meyer die Genehmigung, zwei seiner Werke in der Wigmore Hall aufzuführen – ein besonderes Privileg, da der Komponist seine Partituren nicht veröffentlicht und anderen nicht erlaubt, seine Werke aufzuführen.
Vanessa Porter zählt international zu einer der vielseitigsten Perkussionistinnen und wird für verschiedenste Projekte, Konzertformate und Programme angefragt.
Als Solistin verbindet sie aktuelle Werke mit Improvisation, Elektronik und darstellender Kunst und beeindruckt mit ihrer fokussierten Gestaltung verschiedenster Klangräume.
22/23 wird sie mit ihrem aktuellen Solo Programm ‚folie à deux‘ als Solistin der ECHO (European Concert Hall Organisation) in den renommiertesten, europäischen Konzertsälen zu hören sein, darunter Concertgebouw Amsterdam, Elbphilharmonie Hamburg,
Barbican Centre London, Philharmonie Paris, L’Auditori Barcelona, uvm.
Sie arbeitet mit namhaften KomponistInnen und internationalen Ensembles zusammen, wie Georges Aperghis, Jennifer Walshe oder Simon Steen-Andersen; dem Ensemble Modern, Ascolta Ensemble und Les Percussions de Strasbourg.
Simon Höfele ist Preisträger des wichtigsten deutschen Klassikpreises OPUS KLASSIK 2020 und hat sich in kurzer Zeit international als einer der erfolgreichsten Trompeter der jungen Generation etabliert. Als Solist spielte er bereits mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, City of Birmingham Symphony Orchestra, mit Shanghai Philharmonic, der NDR Radiophilharmonie, Mahler Chamber Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Orchestre de Chambre de Lausanne u.a.
Neben dem bekannten Trompetenrepertoire widmet sich Simon Höfele mit großer Begeisterung der zeitgenössischen Musik und spielte die Uraufführungen der für ihn geschriebenen Werke »Milky Way« (2019, Concertgebouw) und »Orion Arm« (2023, Philharmonie de Paris) von Miroslav Srnka.
Mit ebenso großer Begeisterung spielt Simon Höfele Kammermusik in verschiedensten Besetzungen. Zu seinen Partner:innen zählen unter anderem Elisabeth Brauß und Frank Dupree am Klavier sowie der Komponist und Pianist Kaan Bulak.
Simon Höfele ist Exklusivkünstler bei Berlin Classics. Das Album »Nobody Knows« von 2023 mit zeitgenössischen Werken für Trompete und Orchester, eingespielt mit dem BBC Symphony Orchestra, erhielten höchste Anerkennung von Fachpresse und Veranstaltenden.
Für das neue Album „No clouds in Haraz“ (2024) fand er sich mit Kaan Bulak zusammen, der in seinen Kompositionen Stile verschmelzen lässt, Einflüsse aus dem Nahen Osten und zeitgenössischer Musik mit der elektronischen Klangsprache Berlins einbaut und verbindet.
Seit Juli 2023 ist Simon Höfele Host des WDR3-Podcasts KLASSIK CRUSH, in welchem er sich alle zwei Wochen mit anderen jungen Künstlerinen und Künstlern über Musik, ihr Leben als Musiker:innen und andere Themen unterhält.
Als jüngster Teilnehmer gewann Roman Borisov im Oktober 2022 den ersten Preis des Kissinger KlavierOlymps. Die Jury schrieb in ihrer Begründung: „[…] mit seinem hochmusikalischen, intuitiven und gleichzeitig strukturbewussten Interpretationen bei Werken von Liebermann, Beethoven, Rachmaninoff, Brahms und Prokofjew […] bewies er bedingungslosen Gestaltungswillen und bestach durch seine natürliche und stimmige Bühnenpräsenz.“
Einer sensiblen, musikalisch ausgebildeten Kindergärtnerin ist es zu verdanken, dass Roman Borisov schon mit vier Jahren der legendären Klavierlehrerin Mary Lebenzon am Konservatorium Nowosibirsk vorgestellt wurde, die ihn anschließend bis 2020 begleitete. Im Januar 2022 nahm er erfolgreich sein Studium an der Hochschule „Hanns Eisler“ bei Eldar Nebolsin auf.
Bisherige Engagements führten ihn nach Berlin, Reutlingen, München und Wien. Sein Soloprogramm hat er in Essen sowie in Brüssel, Bordeaux, Zürich, Wien und Madrid vorgestellt.
Zu den Highlights der Saison 2024/25 zählten insbesondere Roman Borisovs Debüt mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra unter Ariane Matiakh sowie eine Tour mit der Kammerakademie Potsdam unter der Leitung von Holly Hyun Choe, die ihn u. a. nach München und Essen führt. Weitere Konzerte der Saison beinhalten die Württembergische Philharmonie Reutlingen unter Leitung von Jamie Phillips sowie Rezitale im Concertgebouw Amsterdam, Flagey Brüssel, der Wigmore Hall, beim Verbier Festival und beim Klavier-Festival Ruhr.
Roman Borisov ist Alumnus der Sommerakademie des Verbier Festivals (2019), wo er wichtige Impulse von Sir András Schiff, Klaus Hellwig, Jean-Efflam Bavouzet, Joaquín Achúcarro und Sergei Babayan erhielt.
Wu Qian wurde in Shanghai geboren, wo sie ihre erste Ausbildung erhielt, bevor sie zum Studium an die Yehudi Menuhin School eingeladen wurde. Mit fünfzehn Jahren spielte sie Mozarts Es-Dur-Konzert (KV 449) in der Queen Elizabeth Hall und erneut beim Menuhin-Festival in der Schweiz. Im Jahr 2000 gab sie ihr Debütkonzert im Purcell Room der South Bank, wo sie seither mehrfach aufgetreten ist, u. a. mit einem von BBC Radio 3 übertragenen Rezital.
Qian hat in ganz Europa Konzerte gegeben, im Vereinigten Königreich trat Qian in den Wigmore, Royal Festival und Bridgewater Halls, bei den Festivals in Harrogate, Grassington, Norfolk und Norwich, dem Londoner Chopin Festival und vielen anderen auf.
Qians Debütaufnahme mit Werken von Schumann, Liszt und dem jungen Komponisten Alexander Prior wurde im April 2009 auf dem Label Dal Segno veröffentlicht und fand weltweit großen Anklang, wobei sie mit vielen großen Pianisten des letzten Jahrhunderts verglichen wurde. Im selben Jahr vertrat Qian China beim Europalia-Festival und spielte Chopins 2. Klavierkonzert mit den Brüsseler Philharmonikern während einer Tournee durch Belgien.
Im Jahr 2011 gewann Qian mit Alexander Sitkovetsky den 1. Preis beim Trio di Trieste Duo Competition. Zusammen mit ihm ist sie auch Gründungsmitglied des Sitkovetsky Trios, mit dem sie in ganz Großbritannien und Europa aufgetreten ist. Das Trio wurde 2009 mit dem renommierten NORDMETALL-Ensemblepreis bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem 1. Preis beim Commerzbank Trio-Wettbewerb in Frankfurt ausgezeichnet. Es ist in zahlreichen Konzertsälen und bei Festivals im In- und Ausland aufgetreten, darunter in der Alten Oper in Frankfurt, im Kammersaal des Amsterdamer Concertgebouw und in der Wigmore Hall in London.
Qian wird von der Keyboard Charitable Trust unterstützt.
Geboren in Südbrasilien fand Lucas Campara Diniz, unter dem musikalischen Einfluss der Gaucho-Traditionen seiner Familie, schon frühzeitig zur Gitarre. Schnell zeichneten sich erste Erfolge ab. 2013 gewann er den 1. Preis beim Av Rio Gitarrenwettbewerb, beim Sebastian Benda Musikwettbewerb und beim Internationalen Gitarrenwettbewerb Fred Schneiter. Ein Jahr später gab er seine erste internationale Tournee in Chile. Dort spielte er u. a. als Solist mit dem Orquesta del Maule.
Heute konzertiert er regelmäßig auf den bedeutendsten Musikfestivals in ganz Europa. Mit dem Quartett Passo Avanti oder seinem Duo mit der Schlagzeugerin Vivi Vassileva trat er schon in Grafenegg, beim Kissinger Sommer, im Rheingau Musik Festival, bei den Europäische Wochen oder dem Schleswig-Holstein Musikfestival auf.
Ein wichtiges Anliegen ist es ihm, das klassische Gitarrenrepertoire weiter voranzubringen. Mit Eigenkompositionen wie seiner Sonata für Solo Gitarre oder durch eine enge Zusammenarbeit mit anderen Komponisten trägt er wesentlich zur Entstehung neuer Werke für die Gitarrenliteratur bei. In Kooperation mit dem Wiener Konzerthaus gab er für sein Duo zwei Werke in Auftrag. Die Sonate für Vibrafon und Gitarre von Javier Contreras und die „Drei Brasilianische Legenden“ von Sergio Assad brachte er dort 2020 zur Uraufführung.
2018 nahm er ein Soloalbum mit der Musik von Atahualpa Yupanqui auf und 2019 das dritte Passo Avanti-Album „Vom Suchen und Finden – Begegnungen mit Mozart“.
Liisa Randalu wurde in Tallinn/Estland geboren. Sie wuchs später in Karlsruhe auf, wo sie zunächst als Jungstudentin Violine studierte. Nach weiterem Violinstudium in Stuttgart studierte sie Viola bei Roland Glassl in Frankfurt am Main und bei Friedemann Weigle an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Außerdem studierte sie Kammermusik bei Harald Schoneweg in Köln und bei Günter Pichler in Madrid.
Liisa Randalu war Stipendiatin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Villa Musica in Mainz, der Oscar und Vera Ritter-Stiftung sowie der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Als Solistin und Kammermusikerin gewann sie mehrere erste Preise bei internationalen Wettbewerben.
Liisa Randalu war bis 2022 fast zehn Jahre lang Bratschistin des international renommierten Schumann Quartetts, mit dem sie eine Reihe bedeutender Wettbewerbe gewann und zahlreiche Preise erhielt. Seit 2022 ist Liisa Randalu Solo-Bratschistin des hr-Sinfonieorchesters.
Mit dem Schumann Quartett gastierte Liisa Randalu regelmäßig bei allen renommierten Festivals im In- und Ausland und trat in den bedeutenden Konzertsälen auf. Zu den Kammermusikpartnern des Ensembles zählten in dieser Zeit Sabine Meyer, Andreas Ottensamer, Nicolas Altstaedt, Menahem Pressler, Kit Armstrong und Alexander Lonquich.
Außerhalb ihrer heutigen Tätigkeit beim hr-Sinfonieorchester verbindet Liisa Randalu eine enge Zusammenarbeit mit Albrecht Mayer, mit dem sie u. a. bereits beim Rheingau Musik Festival, beim Heidelberger Frühling, in der Berliner Philharmonie und im Münchner Herkulessaal auftrat. Zukünftige Projekte bringen sie außerdem u. a. mit Diana Tishchenko, Eckart Runge und Fabian Müller zusammen.
Seit 2016 lehrt Liisa Randalu als Gastdozentin an der Musikakademie in Tallinn, am Emanuel Feuermann Konservatorium der Kronberg Academy und seit 2019 als Lehrbeauftragte für Viola an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main.
Komponist, Pianist und Klangkünstler Kaan Bulak wurde 1991 in Aachen geboren und verbrachte seine Kindheit in Istanbul, wo er mit fünf Jahren das Klavier kennenlernte. Während seiner Schulzeit in Stuttgart war er Klavierschüler von Andrej Jussow. Nach einigen Ausflügen in die Mathematik und Wirtschaft in Köln fand Bulak zu Klangproduktion und Komposition. Zunächst studierte er am SAE-Institut Berlin, anschließend an der Universität der Künste Berlin. Impulse erhielt er von den Mentoren Jean-Boris Szymczak im Funkhaus Berlin für Klangproduktion und Martin Supper für elektroakustische Komposition.
Zwischen 2018 und 2020 war Bulak einer der Fellows des Beethoven-Jubiläums #bebeethoven. Darüber hinaus war er Künstler-in-Residenz am ZKM Karlsruhe und an der Cité Internationale des Arts in Paris.
Istanbul und Berlin sind die Städte, die ihn am meisten geprägt haben und zu seiner eigenen Form der Komposition fernab geografischer und kultureller Grenzen inspiriert haben. Auf eine ähnliche Art verschwimmen die Grenzen zwischen akustischen und elektronischen Instrumenten. Am deutlichsten ist dies bei Konzerten seines eigenen Ensembles zu erleben. Streicher, Klavier und Elektronik verschmelzen mithilfe eigens entwickelter Lautsprecher und ungewöhnlichen Techniken und aktivieren das Unterbewusstsein.
Bulak Musik und seine Improvisationen waren bislang auf Bühnen wie dem Opernhaus Zürich, Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie Hamburg, Verbier Festival, LSO St. Luke’s London und Şerefiye Sarnıcı Istanbul zu hören. Auf der Bühne und im Studio kollaborierte Bulak mit unterschiedlichen Künstler:innen aus einem sehr breiten musikalischen Spektrum.
Bulak lebt in Berlin und betreibt das von ihm gegründete audiovisuelle Kunstlabel Feral Note mit eigenem Tonstudio und Musiksalon. Seine Produktions-Erfahrungen über Klang gibt er in regelmäßigen Workshops an der NYU Berlin (Clive Davis Institute) an Studierende weiter.
Julian Bliss ist einer der besten Klarinettisten der Welt und brilliert als Konzertsolist, Kammermusiker, Rezitalist, Jazzkünstler und Leiter von Meisterkursen. Er hat eine ganze Generation junger Spieler inspiriert und sein Instrument einem großen neuen Publikum vorgestellt. Julian begann im Alter von vier Jahren Klarinette zu spielen und studierte anschließend in den USA an der University of Indiana und in Deutschland bei Sabine Meyer. Mit gerade einmal zwölf Jahren wurde er Profi.
Die stilistische Vielfalt und Qualität seiner Musik sind Ausdruck seiner breitgefächerten künstlerischen Fähigkeiten. In Solokonzerten, Rezitalen und als Kammermusiker hat er bei den meisten der weltweit führenden Festivals und in allen großen Konzertsälen gespielt, darunter Gstaad, das Lincoln Center in New York, Mecklenburg-Vorpommern, Verbier und die Wigmore Hall in London. Als Solist ist er mit zahlreichen internationalen Orchestern aufgetreten, darunter Auckland Philharmonia, BBC Symphony, Royal Liverpool Philharmonic, London Philharmonic, Chamber Orchestra of Paris, Royal Philharmonic Orchestra, Sao Paolo Symphony und Queensland Symphony.
Im Jahr 2010 gründete Bliss das Julian Bliss Septet, dessen Programme vom King of Swing, Benny Goodman, inspiriert sind, sowie eine Show, die auf dem außergewöhnlichen musikalischen Schaffen von George Gershwin basiert. Eine Aufnahme des Gershwin-Programms „I Got Rhythm“, die 2021 veröffentlicht wurde, erhielt begeisterte Kritiken.
Das Septett ist in den USA und bei europäischen Festivals vor ausverkauften Häusern aufgetreten, u.a. im Ronnie Scott’s (London) und bei Live from Dizzy’s Club Coca Cola (Jazz at Lincoln Center, New York).
Rasch hat sich der Cellist Isang Enders als Musiker von neuen Konzeptionen und einer ständigen Spurensuche ausgezeichnet, was er mit seinem besonders breiten Repertoire immer wieder unter Beweis stellt. Mit seiner frühen Veröffentlichung der Cellosuiten von Johann Sebastian Bach wird in der FAZ sein „überwältigendes spieltechnisches Können und frühreife Auffassungsgabe“, welche zu einer „Interpretation, die sich mit den besten messen kann“ beschrieben.
Mittlerweile konzertiert Isang Enders um den ganzen Globus und stellt dabei die Breite seines Repertoires nicht nur solistisch, sondern auch kammermusikalisch in den Vordergrund. Besonders Asien hat eine wachsende Bedeutung für ihn, weshalb sich Gastspiele bei den Orchestern in Korea, Taiwan, China und Japan in jeder Saison finden.
Isang Enders verbindet eine musikalische Partnerschaft mit herausragenden Kammermusikern, mit denen er regelmäßig auf der Bühne steht. Seit sechs Jahren ist er außerdem Mitglied des Sitkovetsky Trio, mit dem er zuletzt an der Uraufführung von Ferran Cruixents Tripelkonzert „Trinity“ beim Beethovenfest Bonn beteiligt war.
1988 in Frankfurt am Main geboren und aufgewachsen in Darmstadt, nahm Isang Enders bereits im Alter von zwölf Jahren ein Jungstudium bei Michael Sanderling auf. Starken Einfluss hatten daraufhin Gustav Rivinius, Truls Mørk und im Besonderen die Mentorschaft des amerikanischen Cellisten Lynn Harrell. Sein Studium wurde gefördert von der Deutschen Stiftung Musikleben, der Da-Ponte-Stiftung und einem Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Im Alter von 20 Jahren unterbrach Isang Enders das Studium für das Engagement als 1. Konzertmeister der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden, die über zehn Jahre unbesetzt geblieben war. Die darauf folgenden vier Jahre in Dresden unter der Leitung von Fabio Luisi und Christian Thielemann als Solocellist des Orchesters waren ihm besondere Lehrjahre musikalischer wie auch menschlicher Art. 2012 verließ er Dresden und unterrichtete für zwei Jahre mit einer Vertretungsprofessur an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Seither widmet er sich dem Weg als Solist und lebt in Berlin, wo er u. a. als Dozent an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin tätig ist.
Ingo de Haas gehört zu den führenden Konzertmeistern in Deutschland. Bereits vor Abschluss seines Studiums wurde er 1. Konzertmeister am Staatstheater Darmstadt. 1999 wechselte er in gleicher Position zum Frankfurter Opern- und Museumsorchester, das seitdem bereits vier Mal zum „Orchester des Jahres“ gekürt wurde. Als äußerst gefragter Gastkonzertmeister gastiert er regelmäßig sowohl in den großen Orchestern in Deutschland, wie z.B. dem Staatsorchester München, dem Staatsorchester Hamburg, dem HR- Sinfonieorchester oder dem Staatsorchester StuQgart, als auch in zahlreichen Orchestern im europäischen Ausland. Unter anderem verband ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Real Orquesta Sinfónica de Sevilla und dem Bilbao Orkestra Sinfonikoa. Er arbeitete zusammen mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Simone Young, Kent Nagano und Nicola Luisotti. Seit 2023 ist er außerdem 1. Konzertmeister des Bayreuther Festspielorchesters. Seine solistische Ausbildung erhielt Ingo de Haas in Karlsruhe bei Ulf Hoelscher und Jörg- Wolfgang Jahn (Kammermusik) sowie bei David Takeno an der Guildhall School of Music and Drama in London.
Bereits 1992 erhielt er den „Förderpreis der Europäischen Wirtschaft“. Außerdem war er Stipendiat der Richard-Wagner-SAeung und des DAAD.
Als Solist betritt er gern auch Pfade abseits des gängigen Repertoires: Das Violinkonzert von Erich-Wolfgang Korngold gehört ebenso dazu wie die Konzerte von Philip Glass und Igor Strawinsky. Zu seinen Dirigierpartnern gehörten dabei unter anderem Yakov Kreizberg, Sebastian Weigle und Paolo Carignani.
Seine Leidenschaft für die Kammermusik ist durch zahlreiche CD-Produktionen dokumentiert. Zu seinen renommierten Kammermusikpartnern gehören u.a. Ulf Hoelscher und Johannes Moser. Neben der Tätigkeit als Primarius des 2007 gegründeten Hindemith- Quartetts gilt sein großes Interesse auch der barocken Kammermusik. In der Kammerkonzertreihe „Abenteuer Barock“ präsentiert er mehrmals im Jahr barocke Raritäten der Violinliteratur.
Frank Assmann wuchs im Westerwald auf und erhielt eine Schlagzeugausbildung am Landesmusikgymnasium bei Walter Reiter. Nach dem Abitur studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen bei Prof. Franz Lang. Er absolvierte einjährige Praktika bei der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg.
Von 2008 bis 2010 spielte er als Stipendiat der Herbert von Karajan Akademie bei den Berliner Philharmonikern. Es folgten drei Jahre als Schlagzeuger am Nationaltheater Mannheim.
Seit 2015 ist Frank Assmann 1. Solo-Pauker im Staatsorchester Darmstadt. Er gastiert regelmäßig z. B. beim Gürzenich Orchester Köln, dem HR-Sinfonieorchester, der Oper Frankfurt oder bei den Berliner Philharmonikern.
Die russisch-amerikanische Sopranistin Erika Baikoff ist Absolventin des Lindemann Young Artist Development Program der Metropolitan Opera. Als Lindemann Young Artist sang sie die Rollen der Xenia in Mussorgskys Oper „Boris Godunow“ und der Barbarina in Mozarts „Le Nozze di Figaro“. Auf Einladung von Maestro Nézet-Séguin nahm sie an der Tournee des Rotterdams Philharmonisch Orkest mit Wagners „Rheingold“ teil und war als Solistin in Mahlers vierter Sinfonie mit Maestro Rustioni und dem Ulster Orchestra zu hören.
Ebenso leidenschaftlich widmet sich Erika Baikoff der Kammermusik. Sie gab ihr Debüt bei Schubertíada und der Chamber Music Society of Lincoln Center, zu denen sie in den kommenden Spielzeiten zurückkehren wird. In der Saison 2023/24 standen Debüts mit der Houston Grand Opera, dem London Symphony Orchestra und dem Ciclo de Lied an.
Von 2018 bis 2020 war Erika Mitglied des Opernstudios der Opéra National de Lyon, wo sie u. a. Rossignol in Ravels „L’Enfant et les Sortilèges“, Julia in Boris Blachers „Romeo und Julia“, Anna in Verdis „Nabucco“ und das Sopransolo in Mahlers Vierter sang.
Erika ist die erste Preisträgerin des Helmut Deutsch Liedwettbewerbs 2019 und des 10. Concours International de Chant-Piano Nadia et Lili Boulanger mit ihrem Duopartner Gary Beecher. Darüber hinaus erhielt sie weitere Auszeichnungen bei renommierten Wettbewerben.
Erika ist Absolventin des Atelier Lyrique beim Verbier Festival, wo sie die Musetta in Puccinis „La Bohème“ sang, und der Académie Vocal Residency des Festival d’Aix-en-Provence. Sie hat einen Bachelor of Arts in Französisch an der Princeton University und einen Master of Music an der Guildhall School of Music and Drama erworben.
Bruno Philippe, geboren 1993, studierte Cello am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris. Er nahm an Meisterkursen von David Geringas, Steven Isserlis, Gary Hoffman, Pieter Wispelwey und Clemens Hagen am Mozarteum Salzburg teil. Von 2014 bis 2018 studierte Bruno Philippe an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson und wirkte mehrfach am Kronberg Academy Festival mit.
Bruno Philippe wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2018 bei den Victoires de la Musique Classique als „Instrumental Revelation“, 2014 mit dem Nicolas-Firmenich-Preis beim Verbier Festival und anschließend mit dem dritten Preis und dem Publikumspreis beim ARD-Wettbewerb in München. 2017 war er Preisträger des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs in Brüssel und wurde 2022 erneut zum Wettbewerb eingeladen, um im Fernsehsender „Musiq3“ live zu moderieren.
Bruno Philippe ist an renommierten Orten und Festivals in Frankreich und auf der internationalen Bühne aufgetreten, darunter im Konzerthaus Berlin, in der Alten Oper Frankfurt, im Teatro Colón in Bogotá und im Bayerischen Rundfunk in München. Bruno ist mit vielen der besten europäischen Orchester aufgetreten, darunter das Radio-Sinfonieorchester Frankfurt unter der Leitung von Christoph Eschenbach, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Konzerthausorchester Berlin.
Auch auf der Kammermusikbühne fühlt sich Bruno wohl und ist bereits mit vielen renommierten Künstlern aufgetreten, darunter Tabea Zimmermann, Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Renaud Capuçon, Antoine Tamestit, Lise Berthaud, Kian Soltani und Christophe Coin. Als versierter Barockcellist ist Bruno an der Seite von Jean Rondeau, Thomas Dunford und Lea Desandre zu hören und tritt regelmäßig als Solist im Ensemble Jupiter auf.
In der Saison 2023/24 gab Bruno sein Solo-Debüt in der Wigmore Hall mit dem Pianisten Tanguy de Williencourt und spielte beim Flandern-Festival in Gent Bach solo.
Brett Dean studierte erst in Brisbane bevor er 1984 nach Deutschland zog und vierzehn Jahre lang bei den Berliner Philharmonikern spielte. In dieser Zeit begann er mit dem Komponieren. Seine Musik wird von vielen führenden Orchestern und Dirigenten gefeiert. Viele Werke Deans beziehen sich auf Themen aus Literatur, Politik, Umwelt und Umgebung, sowie visuelle Kunst, darunter eine Reihe Kompositionen, die von den Kunstwerken seiner Frau, Heather Betts, inspiriert wurden.
Brett Dean begann 1988 mit dem Komponieren, konzentrierte sich zunächst aber auf Experimentalfilm und -radio und arbeitete als improvisierender Musiker. Deans Ruf als Komponist verbreitete sich weiter und er erlangte internationale Anerkennung durch Werke wie sein Klarinettenkonzert „Ariel’s Music“ (1995) sowie „Carlo“ (1997) für Streicher, Sampler und Aufnahme. 2009 gewann Dean den „Grawemeyer Award” für musikalische Komposition für sein Violinkonzert „The Lost Art of Letter Writing”, 2016 wurde er mit dem „Don Banks Music Award” des Australia Council ausgezeichnet.
Dean erfreut sich einer vielbeschäftigten Musikerkarriere als Bratschist und Dirigent und führt oft sein eigenes Bratschenkonzert mit vielen weltweit führenden Orchestern auf. Er ist ein begnadeter Kammermusiker, der häufig mit anderen Solisten und Ensembles zusammenarbeitet, um sowohl eigene Werke als auch Standardrepertoire zu spielen. Zu seinen Partnern gehören u. a. das Doric Quartet, das Scharoun Ensemble und Alban Gerhardt.
Deans einfallsreich gestalteten Konzertprogramme als Dirigent kombinieren meist eigene Werke mit denen anderer Komponisten. Zu den Höhepunkten in diesem Bereich zählen seine Ernennung zum Creative Chair am Tonhalle-Orchester Zürich 2017/18 sowie Projekte u. a. mit dem BBC Symphony, Los Angeles Philharmonic, Concertgebouworkest, Melbourne Symphony, Sydney Symphony und BBC Philharmonic.
Charlotte Thiele, geboren 2000 in Dresden, ist eine der vielversprechendsten Geigerinnen ihrer Generation. Ihre Konzerte als Solistin führten sie bereits nach Hamburg in die Elbphilharmonie, in das Gewandhaus zu Leipzig, in den Kulturpalast Dresden und zu dem Markgräfischen Opernhaus in Bayreuth.
Highlights der Saison 2024/25 waren ihr Solo-Debüt im großen Saal der Berliner Philharmonie, im Nikolaisaal Potsdam und in der Wunderino Arena in Kiel. Wieder eingeladen von dem Göttinger Symphonieorchester führte sie gemeinsam mit ihrem Bruder, dem Cellisten Friedrich Thiele, das Doppelkonzert von Johannes Brahms auf. Als Duo waren Charlotte und Friedrich auch in der Semperoper und in der Frauenkirche Dresden zu hören.
Bei Kammermusikkonzerte in der Alten Oper Frankfurt und bei den Weilburger Schlosskonzerten arbeitet sie mit den Pianist*innen Can Çakmur und Kiveli Dörken. Erneut wirkt sie außerdem bei Festivals wie dem Heidelberger Frühling, Immenklang, dem IMPULS Festival für Neue Musik und dem Young Artist Festivals in Bonn als Kammermusikerin, Solistin und auch als Konzeptionistin mit.
Jüngst wurde sie als Gastkonzertmeisterin von der Deutschen Oper Berlin, dem MDR-Sinfonieorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, der Kammerakademie Potsdam, der Dresdner Philharmonie, der Musikalischen Akademie Mannheim und der Staatsoper Stuttgart eingeladen. Als Konzertmeisterin der Giuseppe-Sinopolie-Akademie ist sie seit der Saison 2023/24 in der Sächsischen Staatskapelle Dresden zu erleben.
Charlotte wurde bei Meisterkursen von Geiger*innen wie Gerhard Schulz, Christian Tetzlaff, Julia Fischer, Augustin Hadelich und Patricia Kopatchinskaja inspiriert. Sie absolviert nun ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Friedemann Eichhorn und Sönke Reger. Sie war Jungstudentin an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden bei Natalia Prischepenko.
Die Geigerin Soyoung Yoon ist bekannt für ihre akribische und äußerst disziplinierte Kunstfertigkeit. Kritiker von Gramophone lobten ihre Darbietungen als „akribisch“ und The Guardian beschrieb sie als „sanft“ und betonte die nahtlose Integration technischer Perfektion im Dienst der Musik.
Soyoung ist Preisträgerin von drei wichtigen internationalen Violinwettbewerben, dem Indianapolis International Violin Competition, dem Queen Elisabeth Competition und dem International Tchaikovsky Competition. Bei weiteren prestigeträchtigen Wettbewerben hat sie gute Ergebnisse erzielt und damit ihren Ruf als herausragende Geigerin und Kammermusikerin gefestigt, was ihr die Bewunderung der Fachwelt einbrachte. Ihr jüngster Erfolg ist der Gewinn des ersten Preises beim Tokyo Classic Violinwettbewerb 2024.
Soyoungs Popularität auf der internationalen Bühne wächst weiter, weltweit tritt sie mit renommierten Orchestern auf und arbeitet mit namhaften Dirigenten und Musikern, darunter Krzyszstof Penderecki, Ivor Bolton, Maxim Vengerov, Sascha Goetzel, Yi-Chen Lin und Michal Nesterowicz.
Soyoung konzertiert häufig mit dem Korean Chamber Orchestra, mit dem sie Piazollas „Vier Jahreszeiten“ und Mendelssohn-Bartholdys Konzert für Violine und Klavier aufgenommen hat und durch Asien, Europa und Nordamerika getourt ist.
Ihre kammermusikalischen Darbietungen haben das Publikum in renommierten Konzertsälen auf der ganzen Welt begeistert, von der Londoner Wigmore Hall über das Auditorio Nacional in Madrid und die Tonhalle Zürich bis hin zu Städten wie Peking, Hamburg, Stuttgart, Edinburgh, Belfast und Manchester.
Soyoung lebt zwischen Barcelona und Seoul und studierte an der National University of the Arts in Südkorea, bei Zakhar Bron an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und an der Zürcher Hochschule der Künste.
Alexander Sitkovetsky wurde in Moskau in eine traditionsreiche Musikerfamilie geboren und gab sein Konzertdebüt im Alter von acht Jahren. Noch im selben Jahr wechselte er zum Studium an die Yehudi Menuhin School, wo er heute als Associate Artist tätig ist. Lord Menuhin war ihm in dieser Zeit eine wichtige Inspirationsquelle, gemeinsam standen sie bei mehreren Gelegenheiten auf der Bühne.
2011 erhielt Alexander den 1. Preis beim Trio di Trieste Duo-Wettbewerb mit der Pianistin Wu Qian, mit der er anschließend in Italien eine Konzertreise absolvierte und in der Carnegie Hall auftrat.
Als Solist wird er regelmäßig zu Gastauftritten mit Orchestern eingeladen, darunter das Konzerthausorchester Berlin, das Tokyo Symphony Orchestra, die Petersburger Symphoniker, das BBC Scottish Symphony Orchestra, die Academy of St. Martin’s in the Fields, das London Philharmonic Orchestra und das Philharmonia Orchestra.
Alexander ist ein gefragter Dirigent und hat mit zahlreichen Orchestern gearbeitet. Seit der Saison 2023/24 ist er außerdem künstlerischer Leiter des NFM Leopoldinum-Orchesters in Warschau, mit denen er verschiedene Tourneen unternimmt.
Seinem umfangreichen kammermusikalischen Repertoire widmet sich Alexander Sitkovetsky in den unterschiedlichsten Besetzungen. So spielt er als Mitglied des Sitkovetsky Piano Trios an der Seite der Pianistin Wu Qian und des Cellisten Isang Enders. Das Ensemble ist mit zahlreichen Preisen, etwa dem Kammermusikpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und dem BBC Music Magazine Award for Chamber Music, bedacht worden und gastierte in der Alten Oper Frankfurt, im Concertgebouw Amsterdam und in der Wigmore Hall London.
Seit 2012 ist Alexander Sitkovetsky Mitglied des Julia Fischer Quartetts. Alexander ist Mitglied des renommierten „Chamber Music Society Two“-Programms im Lincoln Center in New York, außerdem ist er Alumnus der Royal Academy of Music in London und der Kronberg Academy.